Miet-Quittungsbücher von Paul Kleeblatt aus der Wrangelstraße

im Juli keine Miete für die Wohnung in der Wrangelstraße

im Juli keine Miete für die Wohnung in der Wrangelstraße

Ich will ja nicht nur über meine Familie erzählen, sondern auch etwas über den Kiez, in dem Teile meiner Familie ja noch heute leben.

Für mich unvorstellbar ist etwa, dass meine Tante etwa noch im gleichen Haus wohnt, in das mein Opa Paul Kleeblatt (ein Sohn des Kneipiers Ludwig Kleeblatt) am 1. Oktober 1936 einzog.

Drei Mietquittungsbücher hat mir meine Tante nun übergeben. Sie beginnen 1936 und enden in dieser kleinen Oktavheftform im August 1973. Interessant ist die Entwicklung der Mietpreise (die Größe und Lage der Wohnung muss ich noch recherchieren, meine Tante wohnt zwar noch in dem Haus, es gab aber Umzüge von einer Etage in die andere).

1936 zahlte mein Opa 26,45 Reichsmark. Der Mietzins blieb – wenn auch als DM – exakt so bis Juni 1953. 17 Jahre lang gab es keine Änderung der Mieten, dann stieg sie auf 27,37 DM 1953, im Juni 1956 dann 47,72 DM und moderat kletterte die Miete dann stetig weiter auf 61,58 im Februar 1962. Mit dem Ende der Bücher im August 1973 sind es 113,30 DM Miete für eine Wohnung im Wrangelkiez mit Ofenheizung und Klo auf der halben Treppe. Interessant finde ich auch, dass bei Kriegsende (siehe Scan) nur ein einziges Mal keine Miete kassiert wurde.

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