Eintrag November 1913 – kursorische Notizen von Ludwig Kleeblatt

Nach langer Pause und nun mit Hilfe von Ulrike Schaper machen wir uns wieder an die Tagebücher meines Urgroßvaters Karl-Ludwig Kleeblatt:

Der November war schlecht. Da war viel Regen und trübes Wetter. Dann wurde Mutters Leichenstein [Grabstein] bestellt. Mit Kirchenkosten 1,44 Mark und er war zu Todtensontag fertig. Da waren Mebels (Verwandte) und Tante Marie Kautz. Und die beiden Weiber hatten sich wieder gezankt und sahen sich nicht an. Die wollt immer eine böse sein wie die andere. Die Kautz ein Stenker von jeher. Die konnte sich mit keiner Schwester vertragen. Das war mir nicht angenehm, es war traurig …aber der Tag verging auch.

Ich war zur Kirmes gereist. Beim Bruder Gustav in Sandersdorf. Von Sonntag bis Mittwoch. Das waren schöne Tage. Kostete mir aber 60 Mark die Reiße. Aber es waren alte, schöne Erinnerungen an der Heimatt (sic) und wie ich zu Hauß hatte ich Wurst und allerhand Essen. Was doch beßer schmeckte als die Berliner Wurst und die Freude war groß. Nur das Geschäft ging weiter. Bloß es warn schlechte Zeiten. Die Arbeit war zu wenig.

Der November war ein Regenmonat. Es war kalt.

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Eine Antwort zu Eintrag November 1913 – kursorische Notizen von Ludwig Kleeblatt

  1. notmsparker schreibt:

    endlich wieder da! ich freue much zurück bei der Familie Kleeblatt zu sein:-)

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